Hallo Hüüler
Beschte dank no einisch för das wonderbari Ständli am Fasimändig. Hetmi riesig gfreut.
Ech hoffe er düend euch guet erhole.
Grüsse an alle
Beat
#11
schwegler hans(Mittwoch, 23 Februar 2011 09:45)
Liebe alt schnarhüüler
herzlichen dank für den netten empfang am 20.2.11
für den zunftmeister der güüggalizunft luzern mit
gemahlin und das feine raclette mit wein.
hanne und hans schwegler zm 2011 gzl
#10
Buser Beat "Beizeträbeler"(Mittwoch, 19 Januar 2011 20:48)
Sali Zäme
Wönsche allne Hüüler e wonderschöni Vorfasi.
Dänke mer gsend üs i de Sentimatt...
Fasnächtliche Grüsse..
Beat
Der HERR nahm ihnen das Können, doch liess er ihnen das Wollen. Also reden sie noch darüber. Balz fährt verbale Sinuskurven um die (untere) Grenzlinie der Schicklichkeit. Gesunde Röte unter der
Tünche der Grossmütterchen, glänzende Schweinsäuglein über den Tränensäcken der Veteranen. Balzens Geschichten werden sündiger, bei den alten Herrschaften herrscht geistige Enthemmung. Wenigstens das
geht noch. Der Polizist im Narrenkleid des Organisationskomitees deutet Ernst mit der Uhr. Fritz der Tambourmajor sieht’s auch, mit Erleichterung. Er fürchtet das, was dem Ernst als Nächstes
einfallen könnte. Also: Sammlung! Abmarsch mit „Alouette“. Das Publikum steht auf, grölt mit, klatscht im Takt, derweil einigen der Kalk aus den Schuhen rieselt.
Im vorletzten Zug nach Luzern viele Schnarhüüler, aber nicht alle. Auf dem Kollektivbillet sind noch ein paar Fahrgäste mehr vorgesehen. In Luzern herrscht die Nachtruhe vor dem Güdismontag. Die
meisten der aus der Fremde zurückgekehrten Freischärler verzichten. Auf die Nachtruhe. Also gehen fast alle ins Gründerhaus, die Furrengasse Nummer sieben. Alle Zimmertüren offen, alle wohnen
überall. So kommt Viviane, das neuste Objekt ernstscher Begierde, zu einer Schonzeit. Der Lärmpegel spiegelt das Stimmungshoch. Die Kameraden vom Obergrund 1 sind in der Erholungsphase, kommen nicht.
Dafür kommen Bruno und Heiri. Um ein Uhr. Halbgefroren, schnuddernasig, hustend. Kafi-Luz für die erste Hilfe. Um viertel nach eins ist Heiri bereits soweit aufgetaut, dass er uns den Schrecken
dieser Nacht glaubhaft machen kann. Die beiden haben irgendwann gemerkt, dass sie alleine im feindlichen Auslande sind. Unter lauter Aargauern. Da ward ihnen wehe. Sie suchten ein Taxi das sie nach
Zürich fuhr. Zum letzten Zug nach Luzern. Sie sind mehr als eine halbe Stunde zu früh am Hauptbahnhof. Sie fürchten einzuschlafen. Sie lösen Karten fürs Bahnhofkino. Sie schlafen im Kino ein.
Irgendwann schreckt Bruno hoch, er träumte, der Zug nach Luzern sei ihnen vor der Nase weggefahren. Schaut auf die Uhr: Es kann wahr werden. Heiri wird brutal geweckt, halbschlafend zum Geleise 5
geschleppt. Der Zug fährt an. Den beiden gelingt es, auf den letzten Wagen auszuspringen. Gerettet! Sie stehen auf dem Trittbrett und winken den Zürchern adieu. Reissen die Tür zum Waggon auf. Geht
nicht, geschlossen. Dem Fahrtwind ausgesetzt bei Minustemperatur. Die Finger umklammern die Haltestangen, umfrieren sie. In Zug erst der erste Halt. Die beiden Helden hauchen sich los, wanken zwei
Wagen vorwärts, und zittern sich durch die diesmal offene Tür ins Wageninnere. Soweit Heiris Bericht. Brunos sagt nur, dass es, wenn er sterbe, das zweite mal sei.
Bis zur Tagwache sind die beiden wieder auf Betriebstemperatur und körperlich einsatzfähig.
Das war vor drei Wochen. Als noch drei Probenabende vorgesehen waren und der Schmutzige Donnerstag als Premiere mit Publikum. Geblieben war nur der Schmutzige Donnerstag. Sie spielten Nummer 3.
leidlich, Nummer 4. mit Gesang um die Melodie kenntlich zu machen.
Sie fahren nach Baden mit einem Kollektivbillet der Schweizerischen Bundesbahnen. Am Bahnhof einer aus dem Komitee. Instruiert den Tambourmajor, den Bahnhof–Jules, über den Tagesablauf. Der schreibt
sich alles auf, alles ist furchtbar wichtig. Jules, festtäglich aufgezäumt, angefüllt mit der Würde seines Amtes, übernimmt das Kommando. Insubordination allüberall. Ein Sauhaufen, keine Kampftruppe,
dafür ein paar bereits oder immer noch angetrunkene Kampfsäue. Einzig den Guggern weiblichen Geschlechtes attestiert der Jules Tauglichkeit. Das zweite Tamburin versucht sediativ auf den Jules
einzuwirken. Mit mässigem Erfolg. Immerhin treibt das Rudel vollzählig in die Badener Altstadt. Ordnet sich im Umzug ein. Marschieren im Mittelteil der gut zwei Duzend Guggenmusiken aus der ganzen
fasnachtsrelevanten Schweiz. Abwegig wirken zwei Gruppen aus der Zwinglistadt. Heiri erklärt den Verirrten, Mainz liege weiter nördlich.
Nun geht’s los. An der Juri vorbei stückweise das zugewiesene Stück spielend. Den Schnarhüülern wurde „Alte Kameraden“ zugewiesen. Sie spielen „Alouette, gentille Alouette“. Jules protestiert. Das
falsche Stück. Das alle können. Das Richtige kann keiner. Ernst schlägt mit Inbrunst sein Solo „Ah, ah, ah, ah Alouette“. Die Pauke gibt nicht her was sie sollte. Da tönt kein Paukenschlag, höchstens
ein Schläglein. Ernst entbindet sich von der Pauke. Die rollt ein paar Meter über das Kopfsteinpflaster, wird von einem Zuschauer brutal zurückgekickt. Sie fällt auf die Seite, Ernst bespringt sie
mit einem Kopfsprung. Das Kalbfell platzt, der Fasnachtsgrind zerbirst, Ernsts Innerschweizerchnebelgrind hält, doch eine Beule schwillt. Und dem Bahnhof-Jules die Stirnadern. Er will die Einweisung
des Paukenschänders in die Irrenanstalt Sankt Urban. Fritz ist dagegen. Heiri erklärt dem Jules, der Ernst habe bloss mal die Eier lüften müssen, weil die sich an den Hitzestau unter der Soutane
nicht gewöhnt seien. Ob diesem Zwischenfall hat das Luzerner Fähnlein die zweite Strophe von „Alouette“ vergessen. Othmar brüllt statt dessen „Rüüdigi Cheibe“, das ganze Fähnlein brüllt ihm hinterher
„Rüüdigi Cheibe“ und verschwindet in der nächsten Gasse ohne den wohlverdienten Applaus der verzückten Aargauer abzuwarten.
Am späteren Nachmittag Besammlung aller Guggenmusiken im Kurpark vor dem Grand Casino Baden. Die Juri prämiert. Die Schnarhüüler landen auf Platz 2. Am Können kann’s nicht liegen, die Juri muss mit
echten Narren besetzt worden sein. Die ersten drei Gruppen sind zu einem je zwanzigminütigen Konzert auf der Bühne des Kursaals verpflichtet. Die Siegergruppe bietet eine wahrlich bühnenreife Las
Vegas Show. Die Schnarhüülerdamen sehen den gesellschaftlichen Untergang vor sich. Der Bahnhof-Jules verkündet seinen Rücktritt und übergibt das Szepter dem zweiten Tamburin. Die Herrenmannschaft
dopt sich mit saurem Rieslings-Silvaner aus der Gegend. Fritz, mit dem ganzen Gewicht des wiederbelebten Tambourmajor, nimmt den Ernst in die Pflicht. Meint, dass der ihnen das eingebrockt habe –
warum meint er das bloss? – und das nun auch ausfressen könne. Ernsts grosse Röhre könne ja auch einmal zu was nützlich sein.
Sie sind an der Reihe. Sie marschieren in den Saal. Sie spielen – was wohl? – „Alouette“. Sie erklimmen die Bühne. Dem Sound fehlt der Paukenschlag. Balz deponiert die ramponierte Pauke auf der
Bühne, intaktes Fell gegen den Boden. Steht in die Pauke rein und gumpet als Taktgeber beidfüssig in der Pauke auf den Bühnenboden. Schöner Resonanzboden. Etwas klirrig, aber schön. Nach drei Runden
Alouette sind die Bläser müde und die Sänger heiser. Balz übernimmt das Mikrophon. Gestählt in zahllosen Auftritten als Conferencier bei Hochzeiten, Vereinsanlässen und in der Studentenverbindung.
Überblickt das Publikum. Dem ist nicht zu trauen, alle über dreissig, ja sogar über zweimal dreissig. Grauweisshaarige Damen mit ihren Haussklaven, heute der Fröhlichkeit verpflichtet.
Schon bevor sich der Ehren-Schnarhüüler seiner Ehrung erfreuen kann, sind die Schnarhüüler selbst mit der Kreation der Fasnachtsgrinden und der Gewänder beschäftigt. Die Schneiderei ist im Zimmer von
Iris installiert, die Grinden sind Männersache. Weil Ernst die grösste Loge hat, erst noch mit fliessendem Wasser, wird dort die Manufaktur eingerichtet. Basis für die Kunstwerke ist jeweils ein
Drahtgerüst aus verzinktem Maschengitter für Volieren. Eine olfaktorisch neutrale Angelegenheit. Etwas strenger riecht's beim Bekleistern des Drahtmodells mit Pappmaché. Heiri behauptet, den „BLICK“
noch aus dem Papiermatsch herausriechen zu können. Die Beimischung des Pfarrblattes der Pfarrei „Im Hof“ in die Zellstoffbrühe dämpft die Blut- und Sperma- Ausdünstung der rot-schwarzen
Blick-Zeitung. Wenn der Kleister hinzukommt, dominiert dieser das Bukett. Ernst, von seinen Mitarbeitern zum Schlafen verabschiedet, riecht im Schlafe Knochenleim.
Das ist nur der Auftakt. Weil es an der Luzerner Fasnacht auch regnen oder schneien kann, müssen die Grinden Wasserfest sein. Und das leistet Pappmaché nicht. Ernst, beruflich vorbelastet, schlägt
einen Polyester-Überzug vor. Obwohl er es eigentlich weiss, wie reizvoll trocknender Polyester die Luft schwängert, lässt er sich zum Beschichten der Grinden in seiner Suite überschnorren. Selber
schuld! Jetzt wird’s so richtig stinkig! Dann, als eine der Kostümschneiderinnen zu müde ist, die heimatliche Klause aufzusuchen, und bei Ernst übernachtet, kommt es zur grossen Peinlichkeit: Ernst
vollzieht einen unfreiwilligen Coitus Interruptus, zum Kotzen zwischendurch.
Genug jetzt! Kurz vor Weihnachten mieten die Schnarhüüler, mit Fritz und Ernst als Bürgen, die Räume der Freizeitgemeinschaft Luzern als Bastel- und Übungslokal. Alles piccobello, sogar ein kleine
Küche (für das Brauen von Kafi-Luz) ist inbegriffen. Es dauert aber eine gute Woche bis Ernsts Bude ausgelüftet ist. Bis es auch in Ernsts Einbildung nicht mehr weiterstinkt, geht’s noch ein paar
Tage länger.
Zum Glück! So lehnt Ernst Fritzens Ansinnen, die Fasnachtsholzschnitte im Hause zu drucken – in welcher Bude wohl, wenn doch die seine zu klein ist? – kategorisch ab. Darum startet am Dreikönigstag
der Holzschnittdruck im gemieteten Lokal in Emmenbrücke. Zeitverlust hin und zurück mit dem Bus ein knappe Stunde, als Fussgänger mit Beizenkehr in der Baselstrasse bis zur Polizeistunde.
Zur kleinen Peinlichkeit kommt es am siebzehnten Tag des Jahres. Die erste Probe der Schnarhüüler. Fritz und Ernst einsam und verlassen im Probenlokal. Die Anderen proben statutenloser Nichtverein.
Fussmarsch wie vorbeschrieben via Baselstrasse zurück in die Altstadt. Weitere Proben werden abgesagt. Nächstes Treffen am Schmutzigen Donnerstag ab acht Uhr im „Schiff“. Kostümiert, begrindet,
instrumentiert.
Am ersten Fasnachtstag finden sich wirklich über zwanzig unerprobte Schnarhüüler–Gugger im „Schiff“. Balz kann „Alouette, gentille Alouette“ auf der Pauke – besonders angetan hat es ihm das
wunderschöne Paukensolo bei
„Je te plumerai la tete BUMM BUMM BUMM
Et la tete, BUMM BUMM BUMM et la tete BUMM BUMM BUMM
Alouette, BUMM BUMM BUMM Alouette BUMM BUMM BUMM
Oh – oh – oh – oh – oh Alouette“
Richi als ehemaliger Knabenmusiker der Feldmusik schafft die Melodie auf der Trompete. Teddy, Bassist im Schweizer Armeespiel, hat es auch im Griff. Die anderen: „Learning by Doing“. Entsprechend
tönt’s. Gutwillige – und nur solche haben an der Luzernerfasnacht was zu suchen – erkennen die Melodie, bewundern gar die eigenwillige Interpretation. Gegen Abend krächzt bereits auch Einiges aus dem
Triumphmarsch der Aida aus den malträtierten Instrumenten. Frieden Verdis Seele, Tote hören nichts mehr.
Fritz, altershalber Tambourmajor, hat die Schnarhüüler in seinem jugendlichen Leichtsinn für den Sonntag zwischen Schmutzigem Donnerstag und Güdismontag für den Umzug in der Bäderstadt Baden
angemeldet. Als Bähnler mit dem Bahnhof- Jules auf freundschaftlichem Fuss, hat es geschafft, dieses Luzerner Original als Tambourmajor für diesen Ausflug zu verpflichten, verzichtet selbst auf
dieses Amt, schrumpft zum zweiten Tamburinschläger neben Sven.
Das Badener Organisationskomitee hat aus acht eingereichten Stückvorschlägen eines ausgewählt, das beim Vorbeimarsch an der Juri zu spielen ist. Franz hat sechs Stücke aufgeschrieben, dem Ernst kamen
zwei weitere in den Sinn.
Meine lieben Kinderchen,
Ihr seid nun alt genug, Euch aufzuklären, wie das wirklich war, mit der Gründung der
GUGGENMUSIK SCHNARHÜÜLER
Wenn die Blumenhändler Kränze flechten
obendrauf vier Kerzen stecken...
Wenn die Kinder zwischen Freud’ und Bangen
auf Samichlaus und Schmutzli plangen...
Wenn Mutti beim Rabattverein
fordert die Rabatte ein...
Wenn Grossmutti trotz der Gicht,
für die Erben Socken strickt...
Wenn Ochs’ und Esel an der Krippe wachen
und dem Joseph Hörner wachsen...
Wenn die Jungfrau in den Wehen schreit:
Dann ist die Fasnacht nicht mehr weit!
***
Spätherbst neunundsechzig.
Die Fasnachtsvorbereitungen sind angelaufen. Das Motto für die Guggenmusiken ist bestimmt. Bei Wyler sind die Stoffe für die Gewänder bestellt. Die weiblichen Gugger sind nun alle Schneiderinnen,
Näherinnen, Modistinnen. Die Mannen basteln Gefährte, Grinden und Lärminstrumente. Alle gemeinsam üben zünftiges Schränzen.
Das Fasnachtsfieber überfällt auch die Furrengässler von Nummer Sieben. Der Kern der Fasnacht sind die Guggenmusiken. Das ist unbestritten. Bedauerlicherweise sind die bestehenden Gruppen als Vereine
organisiert und als solche juristische Personen mit allen administrativen Segnungen. Das ist nichts für ein anarchistische Innenleben. Schliesslich kann man auf die Unterstützung durch das
Fasnachtskomitee verzichten. Dafür müssen keine Verpflichtungen eingegangen werden.
Also beschiesst man die Gründung einer neuen Guggenmusik, ohne Statuten, ohne Pflichten und ohne Subventionen. Ehemalige der Füdlimusik und undisziplinierte Abtrünnige etablierter Gruppen, stossen
dazu. Innert zwei Wochen sind dreissig Gugger beider Geschlechter beisammen. Wenigstens auf dem Zettel in Ernsts Geldsäckel.
Für die Namensfindung wird eine nächtliche Klausurtagung abgehalten. Heiris Vorschlag obsiegt ohne Opposition. Der Vermieter ihrer Unterkünfte sei der Guggenmusik Pate. Ferner beschliesst man, dem
Paten seine Patenschaft anzuzeigen und ihm auch einen Holzschnitt zuzueignen, den Fritz zur Geldbeschaffung aus einem Holzbrett ausschnitzeln wird.
Das Schreiben wird gleich aufgesetzt, das Motiv des Holzschnittes nach dem Vorschlag von Fritz abgesegnet. Die ersten Holzschnitte können Ende Januar abgezogen werden. Den Zwölften dem Herrn
Schnarwyler mitsamt Ernennungsurkunde zugestellt.
Luzern, kurz vor der Fasnacht 1970
Sehr geehrter Herr Schnarwyler
Die Raudaubrüder aus der Furrengasse Nummer Sieben verlegen ihre ruhestörenden Aktivitäten während der Fasnacht auf die Strasse. Zur Verherrlichung Ihrer geschätzten Person nennt sich die neue
Guggenmusik „Die Schnarhüüler“. Und die ernennen Sie mit Diesem zum Ehren-Schnarhüüler.Als Entschädigung für Ihren Einkommensverlust infolge entgangenem Konventional-strafendepotverfalles während der
Fasnacht übersenden Ihnen den künstlerisch wertvollen Holzschnitt aus der Hand Ihres Mieters Franz Hofer.
Handabzug auf Chinapapier, 12/200, vom Künstler signiert)
Mit alles überdauernder Hochachtung,
Ihre Ihnen unerschütterlich ergebenen Mieter
Ernst Eichholzer
Fritz Imhof
und weitere Mieter, die noch nicht zum engeren Kreis der Konventionalstrafendepotpflichtigen gehören.
PS1: Wenn Sie uns für den Holzschnitt zweihundert Franken überweisen, werden Sie auch noch Gönner der Schnarhüüler. (Einzahlungsschein beigeschlossen)
PS2: Sie dürfen den Holzschnitt auch mit Gutscheinen à 100,- sFr bezahlen - zur Erneuerung des Konventionalstrafendepots nach dessen Verfall.
>>> Weiter im nächsten Beitrag
#5
reber christina(Donnerstag, 03 Juni 2010 18:23)
hallo zusammen,
die seite ist super. grüsse christina, schöne zeit
#4
Pascal(Dienstag, 02 März 2010 00:20)
Hallo Gili, habe noch schnell in Eure Webseite gekuckt.Hat mir sehr gut gefallen.Bis bald. Gruss Pascal (vo Basel)
#3
jeannette und gery(Sonntag, 07 Februar 2010 09:31)
super gili sehr gute webseite. noch etwas in eigener sache. 06.02.10 haben wir in der gruppe
den hans unter der egg verloren.später haben wir festgestellt geht nie ohne natel mit gili in den ausgang sonst kann er sich aus dem wc nicht bemerkbar machen wenn die türe klemmt.
schöne fasnacht wünschen gery & jeannette
Beizeträbeler (Mittwoch, 09 März 2011 15:44)
Hallo Hüüler
Beschte dank no einisch för das wonderbari Ständli am Fasimändig. Hetmi riesig gfreut.
Ech hoffe er düend euch guet erhole.
Grüsse an alle
Beat
schwegler hans (Mittwoch, 23 Februar 2011 09:45)
Liebe alt schnarhüüler
herzlichen dank für den netten empfang am 20.2.11
für den zunftmeister der güüggalizunft luzern mit
gemahlin und das feine raclette mit wein.
hanne und hans schwegler zm 2011 gzl
Buser Beat "Beizeträbeler" (Mittwoch, 19 Januar 2011 20:48)
Sali Zäme
Wönsche allne Hüüler e wonderschöni Vorfasi.
Dänke mer gsend üs i de Sentimatt...
Fasnächtliche Grüsse..
Beat
Ernst Eichholzer zum Vierten & Letzten (Montag, 06 September 2010 20:35)
>>> und nun das selige Ende:
Der HERR nahm ihnen das Können, doch liess er ihnen das Wollen. Also reden sie noch darüber. Balz fährt verbale Sinuskurven um die (untere) Grenzlinie der Schicklichkeit. Gesunde Röte unter der Tünche der Grossmütterchen, glänzende Schweinsäuglein über den Tränensäcken der Veteranen. Balzens Geschichten werden sündiger, bei den alten Herrschaften herrscht geistige Enthemmung. Wenigstens das geht noch. Der Polizist im Narrenkleid des Organisationskomitees deutet Ernst mit der Uhr. Fritz der Tambourmajor sieht’s auch, mit Erleichterung. Er fürchtet das, was dem Ernst als Nächstes einfallen könnte. Also: Sammlung! Abmarsch mit „Alouette“. Das Publikum steht auf, grölt mit, klatscht im Takt, derweil einigen der Kalk aus den Schuhen rieselt.
Im vorletzten Zug nach Luzern viele Schnarhüüler, aber nicht alle. Auf dem Kollektivbillet sind noch ein paar Fahrgäste mehr vorgesehen. In Luzern herrscht die Nachtruhe vor dem Güdismontag. Die meisten der aus der Fremde zurückgekehrten Freischärler verzichten. Auf die Nachtruhe. Also gehen fast alle ins Gründerhaus, die Furrengasse Nummer sieben. Alle Zimmertüren offen, alle wohnen überall. So kommt Viviane, das neuste Objekt ernstscher Begierde, zu einer Schonzeit. Der Lärmpegel spiegelt das Stimmungshoch. Die Kameraden vom Obergrund 1 sind in der Erholungsphase, kommen nicht. Dafür kommen Bruno und Heiri. Um ein Uhr. Halbgefroren, schnuddernasig, hustend. Kafi-Luz für die erste Hilfe. Um viertel nach eins ist Heiri bereits soweit aufgetaut, dass er uns den Schrecken dieser Nacht glaubhaft machen kann. Die beiden haben irgendwann gemerkt, dass sie alleine im feindlichen Auslande sind. Unter lauter Aargauern. Da ward ihnen wehe. Sie suchten ein Taxi das sie nach Zürich fuhr. Zum letzten Zug nach Luzern. Sie sind mehr als eine halbe Stunde zu früh am Hauptbahnhof. Sie fürchten einzuschlafen. Sie lösen Karten fürs Bahnhofkino. Sie schlafen im Kino ein. Irgendwann schreckt Bruno hoch, er träumte, der Zug nach Luzern sei ihnen vor der Nase weggefahren. Schaut auf die Uhr: Es kann wahr werden. Heiri wird brutal geweckt, halbschlafend zum Geleise 5 geschleppt. Der Zug fährt an. Den beiden gelingt es, auf den letzten Wagen auszuspringen. Gerettet! Sie stehen auf dem Trittbrett und winken den Zürchern adieu. Reissen die Tür zum Waggon auf. Geht nicht, geschlossen. Dem Fahrtwind ausgesetzt bei Minustemperatur. Die Finger umklammern die Haltestangen, umfrieren sie. In Zug erst der erste Halt. Die beiden Helden hauchen sich los, wanken zwei Wagen vorwärts, und zittern sich durch die diesmal offene Tür ins Wageninnere. Soweit Heiris Bericht. Brunos sagt nur, dass es, wenn er sterbe, das zweite mal sei.
Bis zur Tagwache sind die beiden wieder auf Betriebstemperatur und körperlich einsatzfähig.
Es grüsst herzlich Gründerväterchen Ernst
Ernst Eichholzer zum Dritten (Montag, 06 September 2010 20:33)
>>> zum dritten Teil:
Das war vor drei Wochen. Als noch drei Probenabende vorgesehen waren und der Schmutzige Donnerstag als Premiere mit Publikum. Geblieben war nur der Schmutzige Donnerstag. Sie spielten Nummer 3. leidlich, Nummer 4. mit Gesang um die Melodie kenntlich zu machen.
Sie fahren nach Baden mit einem Kollektivbillet der Schweizerischen Bundesbahnen. Am Bahnhof einer aus dem Komitee. Instruiert den Tambourmajor, den Bahnhof–Jules, über den Tagesablauf. Der schreibt sich alles auf, alles ist furchtbar wichtig. Jules, festtäglich aufgezäumt, angefüllt mit der Würde seines Amtes, übernimmt das Kommando. Insubordination allüberall. Ein Sauhaufen, keine Kampftruppe, dafür ein paar bereits oder immer noch angetrunkene Kampfsäue. Einzig den Guggern weiblichen Geschlechtes attestiert der Jules Tauglichkeit. Das zweite Tamburin versucht sediativ auf den Jules einzuwirken. Mit mässigem Erfolg. Immerhin treibt das Rudel vollzählig in die Badener Altstadt. Ordnet sich im Umzug ein. Marschieren im Mittelteil der gut zwei Duzend Guggenmusiken aus der ganzen fasnachtsrelevanten Schweiz. Abwegig wirken zwei Gruppen aus der Zwinglistadt. Heiri erklärt den Verirrten, Mainz liege weiter nördlich.
Nun geht’s los. An der Juri vorbei stückweise das zugewiesene Stück spielend. Den Schnarhüülern wurde „Alte Kameraden“ zugewiesen. Sie spielen „Alouette, gentille Alouette“. Jules protestiert. Das falsche Stück. Das alle können. Das Richtige kann keiner. Ernst schlägt mit Inbrunst sein Solo „Ah, ah, ah, ah Alouette“. Die Pauke gibt nicht her was sie sollte. Da tönt kein Paukenschlag, höchstens ein Schläglein. Ernst entbindet sich von der Pauke. Die rollt ein paar Meter über das Kopfsteinpflaster, wird von einem Zuschauer brutal zurückgekickt. Sie fällt auf die Seite, Ernst bespringt sie mit einem Kopfsprung. Das Kalbfell platzt, der Fasnachtsgrind zerbirst, Ernsts Innerschweizerchnebelgrind hält, doch eine Beule schwillt. Und dem Bahnhof-Jules die Stirnadern. Er will die Einweisung des Paukenschänders in die Irrenanstalt Sankt Urban. Fritz ist dagegen. Heiri erklärt dem Jules, der Ernst habe bloss mal die Eier lüften müssen, weil die sich an den Hitzestau unter der Soutane nicht gewöhnt seien. Ob diesem Zwischenfall hat das Luzerner Fähnlein die zweite Strophe von „Alouette“ vergessen. Othmar brüllt statt dessen „Rüüdigi Cheibe“, das ganze Fähnlein brüllt ihm hinterher „Rüüdigi Cheibe“ und verschwindet in der nächsten Gasse ohne den wohlverdienten Applaus der verzückten Aargauer abzuwarten.
Am späteren Nachmittag Besammlung aller Guggenmusiken im Kurpark vor dem Grand Casino Baden. Die Juri prämiert. Die Schnarhüüler landen auf Platz 2. Am Können kann’s nicht liegen, die Juri muss mit echten Narren besetzt worden sein. Die ersten drei Gruppen sind zu einem je zwanzigminütigen Konzert auf der Bühne des Kursaals verpflichtet. Die Siegergruppe bietet eine wahrlich bühnenreife Las Vegas Show. Die Schnarhüülerdamen sehen den gesellschaftlichen Untergang vor sich. Der Bahnhof-Jules verkündet seinen Rücktritt und übergibt das Szepter dem zweiten Tamburin. Die Herrenmannschaft dopt sich mit saurem Rieslings-Silvaner aus der Gegend. Fritz, mit dem ganzen Gewicht des wiederbelebten Tambourmajor, nimmt den Ernst in die Pflicht. Meint, dass der ihnen das eingebrockt habe – warum meint er das bloss? – und das nun auch ausfressen könne. Ernsts grosse Röhre könne ja auch einmal zu was nützlich sein.
Sie sind an der Reihe. Sie marschieren in den Saal. Sie spielen – was wohl? – „Alouette“. Sie erklimmen die Bühne. Dem Sound fehlt der Paukenschlag. Balz deponiert die ramponierte Pauke auf der Bühne, intaktes Fell gegen den Boden. Steht in die Pauke rein und gumpet als Taktgeber beidfüssig in der Pauke auf den Bühnenboden. Schöner Resonanzboden. Etwas klirrig, aber schön. Nach drei Runden Alouette sind die Bläser müde und die Sänger heiser. Balz übernimmt das Mikrophon. Gestählt in zahllosen Auftritten als Conferencier bei Hochzeiten, Vereinsanlässen und in der Studentenverbindung. Überblickt das Publikum. Dem ist nicht zu trauen, alle über dreissig, ja sogar über zweimal dreissig. Grauweisshaarige Damen mit ihren Haussklaven, heute der Fröhlichkeit verpflichtet.
>>> nun kommt nur noch der Schluss
Ernst Eichholzer zum Zweiten (Montag, 06 September 2010 20:29)
>>> hier geht's weiter
Schon bevor sich der Ehren-Schnarhüüler seiner Ehrung erfreuen kann, sind die Schnarhüüler selbst mit der Kreation der Fasnachtsgrinden und der Gewänder beschäftigt. Die Schneiderei ist im Zimmer von Iris installiert, die Grinden sind Männersache. Weil Ernst die grösste Loge hat, erst noch mit fliessendem Wasser, wird dort die Manufaktur eingerichtet. Basis für die Kunstwerke ist jeweils ein Drahtgerüst aus verzinktem Maschengitter für Volieren. Eine olfaktorisch neutrale Angelegenheit. Etwas strenger riecht's beim Bekleistern des Drahtmodells mit Pappmaché. Heiri behauptet, den „BLICK“ noch aus dem Papiermatsch herausriechen zu können. Die Beimischung des Pfarrblattes der Pfarrei „Im Hof“ in die Zellstoffbrühe dämpft die Blut- und Sperma- Ausdünstung der rot-schwarzen Blick-Zeitung. Wenn der Kleister hinzukommt, dominiert dieser das Bukett. Ernst, von seinen Mitarbeitern zum Schlafen verabschiedet, riecht im Schlafe Knochenleim.
Das ist nur der Auftakt. Weil es an der Luzerner Fasnacht auch regnen oder schneien kann, müssen die Grinden Wasserfest sein. Und das leistet Pappmaché nicht. Ernst, beruflich vorbelastet, schlägt einen Polyester-Überzug vor. Obwohl er es eigentlich weiss, wie reizvoll trocknender Polyester die Luft schwängert, lässt er sich zum Beschichten der Grinden in seiner Suite überschnorren. Selber schuld! Jetzt wird’s so richtig stinkig! Dann, als eine der Kostümschneiderinnen zu müde ist, die heimatliche Klause aufzusuchen, und bei Ernst übernachtet, kommt es zur grossen Peinlichkeit: Ernst vollzieht einen unfreiwilligen Coitus Interruptus, zum Kotzen zwischendurch.
Genug jetzt! Kurz vor Weihnachten mieten die Schnarhüüler, mit Fritz und Ernst als Bürgen, die Räume der Freizeitgemeinschaft Luzern als Bastel- und Übungslokal. Alles piccobello, sogar ein kleine Küche (für das Brauen von Kafi-Luz) ist inbegriffen. Es dauert aber eine gute Woche bis Ernsts Bude ausgelüftet ist. Bis es auch in Ernsts Einbildung nicht mehr weiterstinkt, geht’s noch ein paar Tage länger.
Zum Glück! So lehnt Ernst Fritzens Ansinnen, die Fasnachtsholzschnitte im Hause zu drucken – in welcher Bude wohl, wenn doch die seine zu klein ist? – kategorisch ab. Darum startet am Dreikönigstag der Holzschnittdruck im gemieteten Lokal in Emmenbrücke. Zeitverlust hin und zurück mit dem Bus ein knappe Stunde, als Fussgänger mit Beizenkehr in der Baselstrasse bis zur Polizeistunde.
Zur kleinen Peinlichkeit kommt es am siebzehnten Tag des Jahres. Die erste Probe der Schnarhüüler. Fritz und Ernst einsam und verlassen im Probenlokal. Die Anderen proben statutenloser Nichtverein. Fussmarsch wie vorbeschrieben via Baselstrasse zurück in die Altstadt. Weitere Proben werden abgesagt. Nächstes Treffen am Schmutzigen Donnerstag ab acht Uhr im „Schiff“. Kostümiert, begrindet, instrumentiert.
Am ersten Fasnachtstag finden sich wirklich über zwanzig unerprobte Schnarhüüler–Gugger im „Schiff“. Balz kann „Alouette, gentille Alouette“ auf der Pauke – besonders angetan hat es ihm das wunderschöne Paukensolo bei
„Je te plumerai la tete BUMM BUMM BUMM
Et la tete, BUMM BUMM BUMM et la tete BUMM BUMM BUMM
Alouette, BUMM BUMM BUMM Alouette BUMM BUMM BUMM
Oh – oh – oh – oh – oh Alouette“
Richi als ehemaliger Knabenmusiker der Feldmusik schafft die Melodie auf der Trompete. Teddy, Bassist im Schweizer Armeespiel, hat es auch im Griff. Die anderen: „Learning by Doing“. Entsprechend tönt’s. Gutwillige – und nur solche haben an der Luzernerfasnacht was zu suchen – erkennen die Melodie, bewundern gar die eigenwillige Interpretation. Gegen Abend krächzt bereits auch Einiges aus dem Triumphmarsch der Aida aus den malträtierten Instrumenten. Frieden Verdis Seele, Tote hören nichts mehr.
Fritz, altershalber Tambourmajor, hat die Schnarhüüler in seinem jugendlichen Leichtsinn für den Sonntag zwischen Schmutzigem Donnerstag und Güdismontag für den Umzug in der Bäderstadt Baden angemeldet. Als Bähnler mit dem Bahnhof- Jules auf freundschaftlichem Fuss, hat es geschafft, dieses Luzerner Original als Tambourmajor für diesen Ausflug zu verpflichten, verzichtet selbst auf dieses Amt, schrumpft zum zweiten Tamburinschläger neben Sven.
Das Badener Organisationskomitee hat aus acht eingereichten Stückvorschlägen eines ausgewählt, das beim Vorbeimarsch an der Juri zu spielen ist. Franz hat sechs Stücke aufgeschrieben, dem Ernst kamen zwei weitere in den Sinn.
>>> Weiter im letzten Beitrag
Ernst Eichholzer zum Ersten (Montag, 06 September 2010 20:25)
Meine lieben Kinderchen,
Ihr seid nun alt genug, Euch aufzuklären, wie das wirklich war, mit der Gründung der
GUGGENMUSIK SCHNARHÜÜLER
Wenn die Blumenhändler Kränze flechten
obendrauf vier Kerzen stecken...
Wenn die Kinder zwischen Freud’ und Bangen
auf Samichlaus und Schmutzli plangen...
Wenn Mutti beim Rabattverein
fordert die Rabatte ein...
Wenn Grossmutti trotz der Gicht,
für die Erben Socken strickt...
Wenn Ochs’ und Esel an der Krippe wachen
und dem Joseph Hörner wachsen...
Wenn die Jungfrau in den Wehen schreit:
Dann ist die Fasnacht nicht mehr weit!
***
Spätherbst neunundsechzig.
Die Fasnachtsvorbereitungen sind angelaufen. Das Motto für die Guggenmusiken ist bestimmt. Bei Wyler sind die Stoffe für die Gewänder bestellt. Die weiblichen Gugger sind nun alle Schneiderinnen, Näherinnen, Modistinnen. Die Mannen basteln Gefährte, Grinden und Lärminstrumente. Alle gemeinsam üben zünftiges Schränzen.
Das Fasnachtsfieber überfällt auch die Furrengässler von Nummer Sieben. Der Kern der Fasnacht sind die Guggenmusiken. Das ist unbestritten. Bedauerlicherweise sind die bestehenden Gruppen als Vereine organisiert und als solche juristische Personen mit allen administrativen Segnungen. Das ist nichts für ein anarchistische Innenleben. Schliesslich kann man auf die Unterstützung durch das Fasnachtskomitee verzichten. Dafür müssen keine Verpflichtungen eingegangen werden.
Also beschiesst man die Gründung einer neuen Guggenmusik, ohne Statuten, ohne Pflichten und ohne Subventionen. Ehemalige der Füdlimusik und undisziplinierte Abtrünnige etablierter Gruppen, stossen dazu. Innert zwei Wochen sind dreissig Gugger beider Geschlechter beisammen. Wenigstens auf dem Zettel in Ernsts Geldsäckel.
Für die Namensfindung wird eine nächtliche Klausurtagung abgehalten. Heiris Vorschlag obsiegt ohne Opposition. Der Vermieter ihrer Unterkünfte sei der Guggenmusik Pate. Ferner beschliesst man, dem Paten seine Patenschaft anzuzeigen und ihm auch einen Holzschnitt zuzueignen, den Fritz zur Geldbeschaffung aus einem Holzbrett ausschnitzeln wird.
Das Schreiben wird gleich aufgesetzt, das Motiv des Holzschnittes nach dem Vorschlag von Fritz abgesegnet. Die ersten Holzschnitte können Ende Januar abgezogen werden. Den Zwölften dem Herrn Schnarwyler mitsamt Ernennungsurkunde zugestellt.
Luzern, kurz vor der Fasnacht 1970
Sehr geehrter Herr Schnarwyler
Die Raudaubrüder aus der Furrengasse Nummer Sieben verlegen ihre ruhestörenden Aktivitäten während der Fasnacht auf die Strasse. Zur Verherrlichung Ihrer geschätzten Person nennt sich die neue Guggenmusik „Die Schnarhüüler“. Und die ernennen Sie mit Diesem zum Ehren-Schnarhüüler.Als Entschädigung für Ihren Einkommensverlust infolge entgangenem Konventional-strafendepotverfalles während der Fasnacht übersenden Ihnen den künstlerisch wertvollen Holzschnitt aus der Hand Ihres Mieters Franz Hofer.
Handabzug auf Chinapapier, 12/200, vom Künstler signiert)
Mit alles überdauernder Hochachtung,
Ihre Ihnen unerschütterlich ergebenen Mieter
Ernst Eichholzer
Fritz Imhof
und weitere Mieter, die noch nicht zum engeren Kreis der Konventionalstrafendepotpflichtigen gehören.
PS1: Wenn Sie uns für den Holzschnitt zweihundert Franken überweisen, werden Sie auch noch Gönner der Schnarhüüler. (Einzahlungsschein beigeschlossen)
PS2: Sie dürfen den Holzschnitt auch mit Gutscheinen à 100,- sFr bezahlen - zur Erneuerung des Konventionalstrafendepots nach dessen Verfall.
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reber christina (Donnerstag, 03 Juni 2010 18:23)
hallo zusammen,
die seite ist super. grüsse christina, schöne zeit
Pascal (Dienstag, 02 März 2010 00:20)
Hallo Gili, habe noch schnell in Eure Webseite gekuckt.Hat mir sehr gut gefallen.Bis bald. Gruss Pascal (vo Basel)
jeannette und gery (Sonntag, 07 Februar 2010 09:31)
super gili sehr gute webseite. noch etwas in eigener sache. 06.02.10 haben wir in der gruppe
den hans unter der egg verloren.später haben wir festgestellt geht nie ohne natel mit gili in den ausgang sonst kann er sich aus dem wc nicht bemerkbar machen wenn die türe klemmt.
schöne fasnacht wünschen gery & jeannette
Hans Fleischli (Donnerstag, 28 Januar 2010 19:05)
Hallo Gili, hallo Schnarhüüler
Chönti das Girl vo üchne Musiker mit de blaue Perügge ond de uffällige Brölle namens Nora eventuell au en PGL-Fan si? Wär schön!
Gueti Fasnacht
Hans
Reber Hans (Montag, 25 Januar 2010 16:26)
Super Gili
Jedes Mal wieder etwas Neues!
Es Grüessli
Hans Reber